05.04.2012
00:00 Alter: 8 yrs
Kategorie: Nachrichten

Von: Helmut Peter Mohr

Klapperjungen und -mädchen ersetzen Kirchenglocken


Glockenlose Zeit auch in Mötsch angebrochen

Weil nach altem Brauch von Gründonnerstag an bis zur Osterachtsfeier die Glocken schweigen, um auch die Erinnernung an die "glockenlose Zeit" der ersten Jahrhunderte wach zu halten, werden Schlagbretter und ähnliche Holzwerkzeuge (in Mötsch ist das der Klapperkasten) genutzt, um die Gläubigen an regelmäßige Gebets- und Gottesdienstzeiten zu erinnern.

Es wird zwar immer noch erzählt, die Glocken würden nach Rom geschickt, um dort neu gesegnet zu werden, doch das ist und bleibt ein "frommes" Märchen.

Weil das Geläute während der Grabesruhe Jesu nicht angebracht ist, schweigen die Glocken und das "Nichtläuten" wird zum Zeichen der Trauer über das Leiden und und den Tod von Jesus Christus.

So ziehen denn auch in Mötsch die Klapperjungen und -mächen durch das Dorf und rufen "Et leit Mettisch" zur Mittagszeit und "Et leit Beatglook" am Abend und "Stitt op, stitt op zum Heilienkreiz, et hat ischt und zweit und ousgelout" in der Osternacht.

Die Mädchen und Jungen, die sich daran beteiligen, leisten einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Erhaltung alter Bräuche, wofür ihnen unser aller Dank gebührt.

Euer HePeMo


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