29.12.2013
12:10 Alter: 6 yrs
Kategorie: Nachrichten

Von: Herbert Schneider

Zum Weihnachtsfest 2013 sind die Arbeiten zur Neugestaltung des Altarraumes fertig geworden. Mittelpunkt ist nun die ehemals in der südlichen Außenwand der Kirche eingelassene Steinmetzarbeit aus heimischem rotem Sandstein, dessen Erbauung auf das Jahr 1592 datiert wird.


Neugestaltung des Altarraumes in der St. Nikolaus Kirche in Mötsch

Viele Indizien belegen, dass es sich hierbei um ein Altarfragment des ehemaligen Petrusaltares, der in der alten St. Peter Kirche in Bitburg stand, handelt. Näheres ist hierüber von Dr. Peter Neu in dem Buch "1000 Jahre und mehr..." der Pfarrei St. Peter geschrieben worden. Als Stifter des Altares wird Johann Schweisthal genannt, der als Schöffe und Richter in Bitburg von 1570 bis 1600 tätig war.Dargestellt ist die Kreuzigungsszene mit Christus in der Mitte, Maria und Johannes rechts und links und zu Füßen des Kreuzes kniet der Stifter. Des weiteren befindet sich eine Hand am Kreuz, die nur schwer einer abgebildeten Person zugeordnet werden kann. Im Wappen der Fam. Schweisthal ist ebenfalls eine Schwurhand abgebildet. Die heute noch vorhandenen Inschrift lautet: "Zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, des Heiligen Kreuzes und der Heiligen Sebastian, Katharina und Helena haben die Erben des früheren Pfarrers dieser Pfarrei, Petrus Kilburg, mich beauftragt, diese Statue zu verschönern, uns sie haben einen jährlichen Zins gestiftet im Jahr 16..." (Jahreszahl nicht mehr ganz lesbar). Es ist naheliegend, dass diese Inschrift bei der Verschönerung des Altares 1623 vom Sohn des Stifters stammt, der von 1620 - 1631 als Schöffe in Bitburg tätig war. Beim Abriss der Peterskirche im Jahre 1914 wurde ein Großteil des Inneneinrichtung der Kirche in die benachbarte Pfarrscheune gebracht. Nach dem ersten Weltkrieg ist wohl dieses Fragment zusammen mit der Gedächtnistafel der Gefallenen in der Außenwand der Mötscher Kirche eingebaut worden. Hiervon gibt es ein Foto aus dem Jahre 1921. In den 90 Jahren, die das Fragment der freien Witterung ausgesetzt war, sind an der Steinoberfläche Erosionsschäden eingetreten. Die Kirchenleitung unserer Pfarrei hatte daher nach eingehender Beratung und Abstimmung mit der für historische wertvolle Kirchenausstattungen zuständigen Stelle des Bistums entschieden, das Fragment in den Altarraum unserer St. Nikolaus Kirche aufzustellen. Der Einbau dieses sakralen und kunsthistorische wertvollen Werkes ist für unsere Kirche eine außerordentliche Bereicherung. Auch für die Zukunft ist hiermit ein hervorragender Platz gefunden worden. In der feierlichen hl. Messe am 1. Weihnachtstag wurde das Epitaph durch unseren Pastor Thomas Weber neu eingesegnet.

Herbert Schneider


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